Börsensoftware DAXA-Chart Privat

Kostenlose Börsensoftware-Vollversion
zur Chartanalyse, Fundamentalanalyse
und zur Depotverwaltung
inkl. kostenloser Kursaktualisierung!

Zurück zur Startseite       Zur Downloadseite
Chartbild
Home Buttonleiste im Chart Oszillator RS-Liste-Button

4.3.17 Oszillator-Modus

In dieser Dialogbox können Sie zwischen den vier verschiedenen Oszillator-Modis umschalten sowie die Berechnungsgrundlagen eingeben. Der zurzeit eingestellte Modus mit der Berechnungsgrundlage erscheint dabei immer beim Chart oben im Button.

Die Eingabe des Berechnungszeitraums erfolgt in Tagen, daher sollten Sie dort immer eine durch 5 teilbare Zahl eingeben, da 5 Tage immer eine Börsenwoche repräsentieren.


Die Beschreibung der Modis im Einzelnen:

Modus "Momentum": Dieser Modus zeigt die Abweichung des aktuellen Kurses in Relation zu dem Kurs vor "x" Tagen. Als zweckmäßig hat sich die Einstellung "30 Tage" herausgestellt. Erreicht oder überschreitet der Oszillator die untere gestrichelte Linie, so ist der Markt oder die Aktie überverkauft und eine technische Reaktion in die andere Richtung wird immer wahrscheinlicher. Die obere gestrichelte Linie im Oszillator signalisiert einen überkauften Markt.

Um für die Analyse nicht relevante, negative Basiseffekte zu verringern, wird die Kurve beim Momentum je nach Einstellung teilweise wie folgt leicht geglättet:

Modus "Gleitender Durchschnitt": Es lässt sich im Oszillator erkennen, wann eine entsprechend im Berechnungszeitraum eingestellte gleitende Durchschnittslinie durchbrochen wurde oder wann sich der Kursverlauf sehr weit von einem gleitenden Durchschnitt entfernt hat. Nähere Erläuterungen dazu auch im Kapitel "Der Oszillator (Beschreibung)".

Modus "Gewichteter Durchschnitt": Dieser Modus funktioniert ebenso wie unter "Gleitender Durchschnitt" beschrieben, es wird jedoch ein linear gewichteter Durchschnitt als Basis genommen. Um festzustellen, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist, erscheint uns die Einstellung "65-Tage-Gewichtet" am sinnvollsten. Hierbei werden häufig noch bessere Signale geliefert, als durch das "30-Tage-Momentum". Der Wert errechnet sich wie im Kapitel "Gewichtete Linie" beschrieben.

Modus "Exponentieller Durchschnitt": Dieser Modus liefert ähnliche Resultate wie unter "Gewichteter Durchschnitt" beschrieben, es werden jedoch einerseits die neueren Kurse exponentiell ansteigend (also stärker) gewichtet und andererseit noch ältere Kurse einbezogen (diese jedoch ganz schwach gewichtet).

Modus "MACD-Histogramm": Der MACD berechnet sich aus der Differenz zweier exponentieller Durchschnitte, er zeigt die Veränderung der Dynamik an. Das MACD- Histogramm berechnet sich aus der Differenz der MACD-Linie und der Signallinie. Der MACD ist ein Trendfolge-Indikator; durchschneidet das MACD-Histogramm die Nullinie von unten nach oben, ist dies ein Kaufsignal. Der MACD wird in DAXA-Chart immer entsprechend der eingegebenen Tage nach dem Standard-Verhältnis 26 zu 12 zu 9 berechnet, eine gute MACD-Voreinstellung für langfristig orientierte Anleger ist 250 Tage.


Zweite Oszillator-Linie:
Die zweite Oszillator-Linie wird nur dann eingeschaltet, wenn Sie in dem unteren Eingabefeld einen Wert von mindestens 10 Tagen eingeben. Zur besseren Unterscheidung erscheint die zweite Linie in Magenta (Purpur).
Achtung: Die einstellbaren Modis beziehen sich nur auf die erste (schwarze) Linie, die zweite purpurne Linie wird immer nach dem Modus "Gleitender Durchschnitt" berechnet.

Gleitende Osz.-Durchschnitte glätten:
Setzen Sie ein Häkchen, um die aus gleitenden Durchschnitten errechneten Linien im Oszillator etwas zu glätten. Dies ist angenehmer fürs Auge, trendfolgende Signale (durchbrechen der Nullinie) kommen aber ca. 1 Woche später. Dafür gibt es weniger Fehlsignale, da die Nulllinie durch die Glättung weniger häufig gekreuzt wird. Die Glättung gilt sowohl für die schwarze Linie (sofern gleitender Schnitt eingestellt ist) als auch für die zweite magentafarbene Linie. Eine Glättung erfolgt aber erst ab einer 35-Tage-Linie, da bei Werten darunter die Glättung kontroduktiv ist.

Einstellungsempfehlungen:
Stellen Sie die erste (schwarze) Linie wie oben empfohlen auf "65-Tage-Gewichtet" ein und die zweite (purpurne) auf "200 Tage". Da "gleitender Durchschnitt" bei der zweiten Linie immer voreingestellt ist, wird also die purpurne Oszillator-Linie immer dann die Nulllinie des Oszillators durchschneiden, wenn ein im Chart eingezeichneter gleitender Durchschnitt den entsprechenden Chartverlauf schneidet.


Wie sollen die Linienverläufe jetzt interpretiert werden? Hier gibt es zwei Varianten:

Zyklisch orientierte Anleger nutzen die zweite Linie als Trendbestätigungsindikator. In diesem Fall gilt ein Trend als bestätigt, falls beide Linien entweder oberhalb (bestätigter Aufwärtstrend) oder unterhalb (bestätigter Abwärtstrend) der Nulllinie des Oszillators liegen. Liegt hingegen eine Linie oberhalb und die andere Linie unterhalb der Oszillator-Nulllinie, dann ist kein eindeutigen Trend auszumachen.

Antizyklisch orientierte Anleger kaufen an schwachen Tagen, am besten an schwachen Tagen innerhalb eines mittelfristigen Aufwärtstrends (also dann, wenn die "Gewinnmitnahmen-Leute" und die "Stopp-Loss-Anleger" gerade ausgestiegen sind). Die schwachen Tage werden durch die kurzfristigere, schwarze Linie angezeigt, der Aufwärtstrend durch die mittelfristige, auf 200 Tage eingestellte purpurne Linie. Ein Kaufsignal ist demnach gegeben, wenn die schwarze Linie deutlich unterhalb der purpurnen liegt, im umgekehrten Fall ist ein Verkaufssignal gegeben. Liegen beide Linien dicht beieinander, bedeutet dies "Halten" (falls man die Aktien schon hat), jedoch nicht kaufen oder zukaufen, aber auch noch nicht verkaufen.

Wir empfehlen die antizykliche Strategie unter gleichzeitiger Beachtung der Fundamentaldaten bei Einzelaktien.

Bei Indizes, Fonds und ETFs kann trendfolgend gehandelt werden, dazu haben sich der MACD 250 Tage kombiniert mit dem gleitenden Schnitt aus 130 Tagen (= 26 Wochen = halbes Jahr) bei gleichzeitiger Glättung bewährt, dabei jeweils das Durchbrechen der Nullinie beachten.


Home Buttonleiste im Chart Oszillator RS-Liste-Button